Daimler zahlt fast 1 Milliarde US-Dollar, um die deutsche Sonde in manipulierten Dieselautos unterzubringen

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Daimler hat sich am Dienstag bereit erklärt, 870 Millionen Euro für die Einigung der Staatsanwaltschaft in der Stuttgarter Stadt des Autoherstellers mit den von Mercedes-Benz verkauften manipulierten Dieselfahrzeugen zu zahlen.

Daimler hat im vergangenen Jahr 774.000 Fahrzeuge in Europa zurückgerufen, nachdem die deutschen Behörden festgestellt hatten, dass einige der Fahrzeuge, hauptsächlich Modelle der C- und E-Klasse, die Emissionsvorschriften nicht einhalten. Der Autohersteller wurde seitdem von den Behörden beschuldigt, mindestens 684.000 nicht konforme Fahrzeuge verkauft zu haben.

Der Autohersteller hatte bereits im Juli einen Fonds mit einem Volumen von 1,6 Milliarden Euro aufgelegt, der sich mit den rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit Dieselmotoren befasste, und sagte, die Geldbuße werde keine negativen Auswirkungen auf das Ergebnis haben.

Das Bußgeld beschließt die Untersuchung der Stuttgarter Staatsanwaltschaft über das Engagement von Daimler beim Betrug von Dieselemissionen. Porsche und Audi wurden von deutschen Behörden für ihr eigenes Engagement mit einer Geldbuße von 535 Millionen Euro bzw. 842 Millionen Euro belegt. Und der Volkswagen Konzern, zu dem Audi gehört, wurde mit einer Geldstrafe von 1 Milliarde Euro belegt, weil er Millionen von Autos auf europäischen Straßen übermäßig verschmutzt hat.

Insgesamt hat der VW-Konzern weltweit mehr als 30 Milliarden US-Dollar für Geldbußen, Rückkäufe und Reparaturen ausgegeben, aber sein Diesel-Skandal ist noch nicht vorbei. Am Dienstag wurde der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Hans Dieter Poetsch und dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn von den deutschen Behörden wegen Marktmanipulation angeklagt. Den Führungskräften wird vorgeworfen, sie hätten die Information der Märkte über die finanziellen Auswirkungen des Skandals absichtlich verzögert.