DTM-Veranstalter schlägt neue Rennserie für 1.000-PS-EVs vor

ELEKTRISCHE AUTOS

Da immer mehr Performance-Automarken den Weg der Elektrifizierung beschreiten, setzt der Veranstalter der deutschen DTM-Tourenwagenserie vorausschauend auf Relevanz.

ITR schlug am Freitag eine neue elektrische Rennserie vor, um zu demonstrieren, wie sich Tourenwagensport in einer Welt entwickeln könnte, in der emissionsfreie Fahrzeuge die Norm sind, und um den Herstellern neue Möglichkeiten für die Entwicklung von Hochleistungstechnologien für Elektrofahrzeuge zu bieten.

Der Vorschlag sieht Elektroautos mit einer Leistung von 1.000 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 Meilen pro Stunde vor. Die Autos würden durch austauschbare Batterien oder Wasserstoffbrennstoffzellen angetrieben, die in beiden Fällen für die Serie standardisiert wären.

Vorschlag der ITR GmbH für Rennserien mit Batterie- und Brennstoffzellen-Elektroautos

Andere Komponenten würden anfänglich ebenfalls standardisiert, obwohl mit der Weiterentwicklung der Serie mehr Konstruktionsfreiheit eingeräumt würde, was wir bei der Formel-E-Meisterschaft gesehen haben.

Jedes Rennen würde 40 Minuten dauern und die Fahrer müssten mindestens einen Boxenstopp einlegen. Als Neuheit würden Roboter während der Stopps verwendet, um entweder die Räder zu wechseln, die Batterie zu tauschen oder den Tank mit Wasserstoff zu füllen.

ITR hat vorgeschlagen, dass seine Elektroserie neben DTM läuft, obwohl es denkbar ist, dass die Serie schließlich sein gasbetriebenes Gegenstück ersetzt. In der Zwischenzeit prüft ITR auch Möglichkeiten, die DTM umweltfreundlicher zu gestalten, beispielsweise die Verwendung synthetischer Kraftstoffe und die Einführung von Hybridantrieben.

Vorschlag der ITR GmbH für Rennserien mit Batterie- und Brennstoffzellen-Elektroautos

Die nächsten Schritte bestehen darin, technische und finanzielle Rentabilitätspläne festzulegen, um sicherzustellen, dass keine der Regeln der neuen Serie auf Kosten der Show oder der Geschwindigkeit des Autos geht. ITR wird sich dann um Unterstützung von Fans, Herstellern und Sponsoren bemühen.

Die DTM bleibt eine der unterhaltsamsten Tourenwagenserien und wird seit Jahren von den Marken Audi, BMW und Mercedes-Benz dominiert. Mercedes gab jedoch im Jahr 2017 den Schock bekannt, sich auf die Formel E zu konzentrieren, und Audi und BMW, die zusammen mit dem Newcomer Aston Martin in der Serie bleiben, sagten, sie könnten auch aussteigen. Vielleicht könnte die von ITR vorgeschlagene Serie das verhindern.

„Dies ist ein mutiges und innovatives Konzept“, sagte Gerhard Berger, Vorsitzender des ITR. „Man muss weit nach vorne schauen, um die Zukunft des Motorsports zu gestalten und Rennen mit alternativen Antrieben anzubieten, die die Fans begeistern. Offensichtlich setzen Hersteller, die sich für den Motorsport engagieren wollen, verstärkt auf alternative Antriebskonzepte. “